UHU

UHU

Ullstein Verlag Berlin

1.1924/25 - 10.1934,9 (120 Ausgaben)

Der UHU galt als Prototyp des Massenmagazins der Weimarer Republik, und bestach durch Originalität, Witz und drucktechnische Innovationen. Als Chefredakteur des UHU fungierte zunächst ein Kollektiv unter dem bezeichnenden Pseudonym „Peter Pfeffer“, später Friedrich Kroner.

Keine andere Redaktion beschäftigte so glänzende Autoren und Fotografen, keine hatte so viele neuartige Einfälle, die hoch professionell und nötigenfalls mit außergewöhnlichem Aufwand umgesetzt wurden. Für den Uhu schrieben Walter Benjamin, Bert Brecht, Vicki Baum, Colette, verschiedene bekannte Musikkritiker und gelegentlich auch berühmte Gastautoren wie der dänische Filmstar Asta Nielsen oder Albert Einstein. Und der UHU druckte Fotografen wie László Moholy-Nagy, Martin Munkácsy, Albert Renger-Patzsch, Sasha Stone, Umbo (Otto Umbehr); Erich Salomon und Yva.

Darüber hinaus nahmen Zeichnungen und Karikaturen einen unverändert hohen Stellenwert im Heft ein. Neben dem englischen UHU-Karikaturisten der ersten Stunde, H. M. Bateman, sind hier Ottomar Starke, Ferdinand Barlog, Georg Kolbe und Martin Koser zu erwähnen. Besonders prägend durch seinen unverwechselbaren Zeichenstil wirkte zudem Walter Trier, der auch für die politisch-satirische Wochenschrift „Simplicissimus“ tätig war und eine Reihe charakteristischer Titelzeichnungen für den UHU schuf.